
EBS Alumni Stories. 7 Fragen an EBS Alumnus Dr. Dennis Schmoltzi
Dr. Dennis Schmoltzi ist Gründer und CEO von Emma – The Sleep Company, einem der am schnellsten wachsenden Unternehmen in Europa und Hessen-Champion in der Kategorie Jobmotor. Nachdem er Betriebswirtschaftslehre an der European Business School in Oestrich-Winkel studierte und in Finance an der Goethe Universität in Frankfurt am Main promovierte, arbeitete er sieben Jahre bei McKinsey, erst in der Beratung von Finanzunternehmen, später für Medizintechnikhersteller. Dennis Schmoltzi gründete 2013 gemeinsam mit Manuel Müller Emma – The Sleep Company. Er ist bei Emma für das Wachstum und das Organisationsdesign verantwortlich. Die Mission der beiden Gründer: den traditionell geprägten Matratzenmarkt umkrempeln und den Schlaf von Menschen revolutionieren. Mittlerweile werden Emma-Produkte in über 30 Ländern vertrieben.
Warum gefällt Dir Dein heutiger Beruf?
Ich liebe es, Dinge aufzubauen und Neues auszuprobieren. Um zu sehen, ob es klappt oder nicht. Das war schon so zu Uni-Zeiten, etwa bei der Organisation des EBS Symposiums. Und das ist auch heute so in meiner Tätigkeit bei Emma. Und ich bin dankbar dafür, dass ich das mit einem großartigen Team aus inspirierenden Talenten machen darf. Die Leute sind der Grund, warum ich jeden Tag gerne ins Büro komme.
Was macht Dich zu einer guten Führungspersönlichkeit?
Ob ich gut darin bin, müsste unser Team beurteilen. Aber bei Emma definieren wir Führung durch 5 Elemente: die Organisation strategisch führen, ein starkes Team bauen, Leute effektiv führen,Talente entwickeln und ein Vorbild für unsere Kultur sein. Ich denke, ich trage zu allem bei. Zum Beispiel bin ich gut darin, Dinge radikal anders zu denken und Neues zu strukturieren. Das hilft dabei dem Team eine klare Richtung zu geben. Ich führe über Transparenz und Kontext und halte selbst bei 900 Emmies jeden Dienstag ein All-hands ab. Und ich versuche ein starkes Vorbild für unsere unternehmerische DNA zu sein. Zum Beispiel gibt es bei uns keine Zustimmungsprozesse. Jeder soll sich in seinem Bereich eine Meinung bilden und eine Entscheidung für die Firma treffen. Danach gilt es, nur Leute zu informieren, die es interessieren könnte, und man legt los. Wenn insofern jemand meine Zustimmung sucht, bekommt die Person meist nur als Antwort: „Don’t Ask for Approval: Decide, Share, Act“. Das funktioniert auch deswegen so gut, weil wir keine Budgets haben und keine Boni zahlen. Dadurch erst entscheidet jeder in jedem Moment rein auf der Basis, was für Emma sinnvoll ist. Und das ist wiederum ein Weg, wie ich führe: ich beschäftige mich die Mehrheit meinerZeit mit Fragen zum Organisationsdesign, um eben die beste und effektivste Organisation zu bauen. Das ist Top-Leader-Aufgabe aus meiner Sicht, alles was wir schaffen als Organisation und durch die Talente bei Emma, folgt daraus.
Was bedeutet es für Dich, Mitglied bei EBS Alumni zu sein?
Die Verbindung zur EBS zu erhalten und ein starkes Alumni-Netzwerk aufzubauen, sich auszutauschen und zu inspirieren und Unternehmertum weiterhin zu fördern. Welche 3 Themen sind Dir in Deinem Leben aktuell am wichtigsten? Neben Emma, meine Familie und Freunde sowie Reisen und Natur erleben.
Was tust Du, um bei allem beruflichen Stress mental und körperlich ausgeglichen zu bleiben?
Ich kann in der Natur hervorragend abschalten. Daher reise ich auch so gerne.
Woher nimmst Du bei all dem scharfen Wandel Deinen Mut und Zuversicht für die Zukunft?
Im Wandel und gerade auch in Krisen liegen jede Menge Opportunitäten. Natürlich zweifelt man auch mal, aber was ich gerade auch durch unsere Firma gelernt habe, ist, dass man das Vertrauen hat, dass man mit einem starken Team und klarem Fokus auf die wichtigsten Themen schwierige Zeiten als Chance nutzen kann. Und so machen wir das auch zurzeit bei Emma und wachsen selbst in Zeiten, in denen unser Wettbewerb schrumpft.
Was wird Dir aus EBS Zeiten für immer in Erinnerung bleiben?
Da gibt es viele Erlebnisse. Von einer 48h Case Challenge in Seattle mit anderen EBS’lern, bei der ich gelernt habe, dass selbst Koffein-Tabletten meinen Jetlag nicht aufhalten können. Über die nächtlichen Gruppenarbeiten, die meist in meiner Studentenwohnung in Hallgarten stattgefunden haben. Und bei denen die Schokolade, die meine Mutter bei Besuchen mitbrachte und die ich nie gegessen habe, immer aufgebraucht wurde. Ich glaube meine Mutter weiß bis heute nicht, dass ich die gar nicht gegessen habe. Oder wie wir oft zusammen nach Rüdesheim zum McDonald‘s gefahren sind, weil damals das Essen in der Mensa noch ausbaufähig war. Oder das Auslandssemester in NewYork. Aber vor allem die langjährigen Freundschaften, die aus der Zeit entstanden sind.
Rund 645 Millionen Umsatz; aktiv in über 30 Ländern; mit einem Versprechen: guter Schlaf. Im Interview mit unserem Präsidenten Peter Holzer erzählt Dennis, was den Spirit beim Matratzen-Start-up EMMA ausmacht. Und warum das Unternehmen ein guter "Trainingsplatz" für Persönlichkeiten ist, die gerne Verantwortung übernehmen und etwas bewegen wollen.
