7 Fragen an EBS Alumna Andrea Bartl

Published on July 28, 2022

Andrea Bartl schloss 1995 ihr Studium als Diplom-Kauffrau an der EBS ab. Den Start in ein buntes und vielfältiges Berufsleben fand sie in der Unternehmensberatung Doertenbach & Co. in Frankfurt am Main. Von dort führte der Weg in den Schwarzwald in den Finanzbereich der Papierfabrik Schoeller & Hoesch GmbH & Co. KG. Es folgte ein familiär bedingter Ausflug in den Spielwaren-Einzelhandel, der sie zum ersten Mal direkt mit „ihrer“ Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen zusammenbrachte und die Weichen für den weiteren Weg stellte. Zwischen 2000 und 2007 bot ihr, eingebettet zwischen Bodensee und Alpen, die Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH eine berufliche Heimat als kaufmännische Leiterin. Dort zahlte sich die Bandbreite ihrer an der EBS erworbenen Kenntnisse absolut aus: "ich konnte mich „austoben“ in den Bereichen Organisation, Finanzen, Herstellung und Einkauf." 2007 zog es sie ins Rhein-Main-Gebiet und sie übernahm für 10 Jahre die kaufmännische Geschäftsführung bei der START-Stiftung gGmbH, einer Tochtergesellschaft der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Frankfurt, die Deutschlands größtes Schülerstipendienprogramm für Jugendliche mit Migrationshintergrund durchführte. Seit 2018 arbeit Andrea nun als kaufmännische Geschäftsführerin für die Stiftung Lesen in Mainz und für die Lese-Motivation und Lese-Kompetenzförderung von Kindern und Jugendlichen von 0 bis 12 Jahren.

Wir haben nachgefragt:

Warum gefällt Dir Dein heutiger Beruf?

Die Mission der Stiftung Lesen „Alle Menschen können lesen“ verbindet für mich auf ideale Weise mein liebstes Hobby, das Lesen, mit meiner beruflichen Leidenschaft, durch Bildungsangebote Kinder und Jugendliche zu fördern, zu unterstützen und zu motivieren, in und an unserer Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

Was macht Dich zu einer guten Führungspersönlichkeit?

Ich vertraue meinem Team. Ich lasse einerseits den Freiraum, den es braucht, um die täglichen Herausforderungen zu meistern, und andererseits biete ich die Unterstützung als Sparrings Partner, um gemeinsam gute Entscheidungen zu treffen und unsere Ziele zu erreichen.  

Was bedeutet es für Dich, Mitglied bei EBS Alumni zu sein?

Es ist schön, den Kontakt zu Ehemaligen und zur Universität zu halten und so eine Plattform für einen einzigartigen, vielfältigen professionellen Austausch zu haben.

Welche 3 Themen sind Dir in Deinem Leben aktuell am wichtigsten?

An erster Stelle steht meine Familie. Ich genieße es, zusammen mit meinem Mann meine beiden Mädels beim Groß- und Flügge Werden zu begleiten und mich mit ihren Fragen und Perspektiven zu unserer Welt auseinanderzusetzen. Das Thema Gesundheit war und ist ein zentrales, gerade seit den Erfahrungen der letzten zweieinhalb Jahre in der Pandemie. Von einem Tag auf den anderen kann alles anders sein. Ebenso liegen mir meine Ehrenämter sehr am Herzen – das rotarische Motto „Service above self“ leitet mich dabei in vielen Fragen und in dem Wunsch, auch wieder zurück- und weitergeben zu können, was mir zuteilwurde.

Was tust Du, um bei allem beruflichen Stress mental und körperlich ausgeglichen zu bleiben?

Je nach Jahreszeit und Wetter helfen mir Yoga, Laufen, mein Garten und die Berge zum Skifahren und Wandern, die Verbindung zu mir selbst zu halten.

Woher nimmst Du bei all dem scharfen Wandel Deinen Mut und Zuversicht für die Zukunft?

Tja, gerade in diesen Zeiten ist das – zugegebenermaßen – manchmal gar nicht so einfach. Wenn sich Rahmenbedingungen wiederholt so abrupt und grundlegend ändern, braucht es ein stabiles Gerüst in einem selbst, um nicht den Halt zu verlieren. Darüber hinaus beeindrucken mich der Wille und das Engagement der nächsten Generationen enorm, die Welt zum Besseren zu verändern. Und ich bin überzeugt, dass wir es gemeinsam schaffen werden.

Was wird Dir aus EBS Zeiten für immer in Erinnerung bleiben?

Wir hatten eine tolle Lerngemeinschaft, die es verstand, Studium und Spaß gut miteinander zu verbinden. Das Schloss und die Umgebung bildeten dabei einen besonderen und privilegierten Rahmen für unsere Ausbildung. 

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Andrea Bartl graduated from EBS in 1995 with a degree in business administration. She started her varied and colorful professional life at the management consultancy Doertenbach & Co. in Frankfurt am Main. From there, her path led to the Black Forest in the finance department of paper company Schoeller & Hoesch GmbH & Co. KG. This was followed by a family-related excursion into toy retailing, which brought her directly into contact with "her" target group of children and adolescents for the first time and set the course for her future career. Between 2000 and 2007, Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH, located between Lake Constance and the Alps, offered her a professional home as commercial manager. There, the range of knowledge she had acquired at EBS absolutely paid off: "I was able to "let off steam" in the areas of organisation, finance, production and purchasing." In 2007, she was drawn to the Rhine-Main area and took over the commercial management for 10 years at START-Stiftung gGmbH, a subsidiary of the non-profit Hertie Foundation in Frankfurt, which ran Germany's largest student scholarship programme for young people with an immigrant background. Since 2018, Andrea has been working as a commercial manager for Stiftung Lesen in Mainz and for the reading motivation and reading skills promotion of children and youths from 0 to 12 years.

We were curious:

Why do you like your job today?

The mission of the Reading Foundation, "All people can read", ideally combines my favorite hobby, reading, with my professional passion to promote, support, and motivate children and young people to actively participate in and contribute to our society through educational opportunities.

What makes you a good leader?

I trust my team. On the one hand, I allow the freedom it needs to master the daily challenges, and on the other hand, I offer the support as a sparring partner to make good decisions together and achieve our goals.   

What does it mean to you to be a member of EBS Alumni?

It is nice to keep in touch with alumni and the university and thus have a platform for a unique, diverse professional exchange.

Which three topics are currently most important to you in your life?

My family comes first. Together with my husband, I enjoy accompanying my two girls as they grow up and fledge, and dealing with their questions and perspectives on our world. The topic of health was and is a central one, especially since the experiences of the last two and a half years in the pandemic. Everything can change from one day to the next. My voluntary work is also very close to my heart - the Rotarian motto "Service above self" guides me in many questions and in the desire to be able to give back and pass on what I have been given.

What do you do to stay mentally and physically balanced despite all the professional stress?

Depending on the season and the weather, yoga, running, my garden, and the mountains for skiing and hiking help me to stay connected to myself.

With all the sharp change, where do you get your courage and confidence for the future?

Well, especially in these times, this is - admittedly - sometimes not so easy. When framework conditions repeatedly change so abruptly and fundamentally, you need a stable framework within yourself in order not to lose your grip. Moreover, I am enormously impressed by the will and commitment of the next generations to change the world for the better. And I am convinced that together we will succeed.

What will you always remember from your time at EBS?

We had a great learning community that knew how to combine study and fun. The castle and its surroundings provided a special and privileged setting for our education.